Videosysteme als Prozessoptimierungswerkzeug | redcoon

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Videosicherheitssysteme eignen sich hervorragend zur Prozessdokumentation und –optimierung für Unternehmen innerhalb jeder Lieferkette. Dazu müssen sie lediglich mit den richtigen Datenquellen verknüpft werden. Gut durchdachte Lösungen amortisieren sich innerhalb weniger Monate. Der Internethändler redcoon berichtet über seine Erfahrungen mit einer GEUTEBRÜCK-Lösung.

Der schnell wachsende Internethändler redcoon nutzt seit Anfang 2013 die integrierten Supply Chain Systeme von GEUTEBRÜCK. Im Oktober 2012 eröffnete redcoon in Erfurt ein Logistikzentrum für Deutschland und seine europäischen Niederlassungen. In Spitzenzeiten wird auf den 53.000 Quadratmetern Lagerfläche ein Warenbestand von mehr als 400.000 Artikeln vorgehalten. Zum Angebot des Onlinehändlers gehören Unterhaltungselektronik, Computer, Haushaltsgeräte und hochwertige Kompaktgeräte sowie Zubehör aller Art. Die Anforderungen an das Sicherheitssystem des Logistikzentrums sind daher besonders hoch. Einbruch- und Diebstahlschutz hatten von Anfang an Priorität. Deshalb entschied sich das Unternehmen für ein Einbruchmeldesystem VdS Klasse C mit Zutrittskontrollfunktion sowie eine umfassende GEUTEBRÜCK IP-Videolösung mit einem leistungsstarken Managementsystem für das Visualisieren aller Funktionen.

Nihat Ademoglu, Projektleiter des Logistikzentrumneubaus in Erfurt und Prokurist bei redcoon, erinnert sich, dass die Videoüberwachung von GEUTEBRÜCK zunächst nur als Sicherheitsmaßnahme gedacht war, insbesondere zur Überwachung der Be- und Entladeprozesse. „Allerdings zeigte sich im Laufe des Projekts, dass redcoon vor allem von der Visualisierung der Warenumschlagsysteme und -prozesse profitiert“, sagt Ademoglu. Die Dokumentation des Haftungsübergangs wurde zur Wahrung von Rechtsansprüchen gegenüber Dritten durch die Verknüpfung von Prozessdaten und Videosystem erheblich vereinfacht. Die sendungsgenaue Dokumentation ist somit gewährleistet. „Wir können bis zu 30.000 Pakete pro Tag versenden. Das Visualisierungssystem hilft uns, den Überblick zu behalten“, so Ademoglu weiter.

Im Großen und Ganzen sehen die technischen Anforderungen für eine dergestaltete Lösung wie folgt aus: Idealerweise werden Kameras entlang der gesamten Prozesskette platziert, meist ab der Anlieferung. Während der Videoaufzeichnung verknüpft das GEUTEBRÜCKsystem die Videodaten erstmalig automatisch und in Echtzeit mit den Barcode- oder RFID-Daten. Dabei ist es egal, ob das Managementsystem oder direkt die Scanner die Daten liefern. Diese Verknüpfung erfolgt bei jedem kritischen Arbeitsschritt. Werden kleine Artikel von Hand aus- und eingepackt bzw. sortiert, ist die Dokumentation mit Überkopfkameras hilfreich. Hier sind hochauflösende IP-Kameras zweckmäßig, da sie auch Details über den Zustand der bearbeiteten Artikel liefern. Gleichzeitig wird mit Übersichtskameras der Kontext, d.h. die Ereignisse der Umgebung, erfasst. Die leistungsstarke Datenbank garantiert den schnellen und einfachen Zugriff auf die relevanten Videoaufzeichnungen anhand der Prozessdaten oder von Datum und Uhrzeit als Suchkriterium. Die Videoplattformen re_porter, GeViScope und GeViStore sind alle für diesen Anwendungszweck geeignet. Die Auswahl des Systems kann daher nach den Anforderungen an Geschwindigkeit, Funktionsumfang, Speicherkapazität usw. erfolgen. Bei redcoon waren zudem andere Kriterien mitentscheidend für die GEUTEBRÜCKlösung: Die offene Architektur und flexible Schnittstellen für den Echtzeit-Datentransfer mit dem Prozessmanagement- und anderen Systemen.

Da redcoon aus Erfurt nicht nur den deutschen Markt, sondern auch sieben weitere europäische Länder bedient, wurde bei der Planung auf die Einhaltung der deutschen BV- und AEO-Vorschriften (Bekannte Versender und Authorised Economic Operator) geachtet. Für zukünftige Zertifzierung sind dann keine größeren Zusatzinvestitionen in Systeme mehr nötig.

„Wenn ich auf unsere Erfahrungen mit dieser Technik zurückblicke“, berichtet Ademoglu, „kann ich anderen Unternehmen nur raten, jeden einzelnen Vorteil der Visualisierungssysteme so gut wie möglich auszunutzen. Moderne Videosysteme können nicht nur Bilder aufzeichnen, sondern bieten zahlreiche weitere Vorteile wie Recherchemöglichkeiten, Beweissicherung, Ereignisverwaltung, Flexibilität und Kosteneffizienz. Dadurch wandeln sich Videoüberwachungssysteme von reinen Sicherheitsmaßnahmen zu wichtigen Werkzeugen für die Logistik. Früher waren Kamerabilder nur für Sicherheitsleute interessant, heute sind sie es auch für Logistiker.”

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