Hochkomplexe Videosicherheits-Systeme bieten vierfache Ausfallsicherheit

Redundanz, Failover, Edge-Recording und proaktive Hintergrundchecks

Wenn gleichzeitig mehrere, oftmals hunderte, Kameras zur Überwachung, Prozessoptimierung oder Prozessdokumentation eingesetzt werden, produzieren sie Terabytes an Daten. Sinn und Zweck eines hochkomplexen Videosicherheits-Systems ist es, Bereiche zu beobachten, Auffälligkeiten zu analysieren und zu melden, alle gesammelten Daten korrekt abzuspeichern und die erforderlichen Bilder umgehend abrufen zu können. Bei der Bild-Recherche geht es meistens um Ereignisse, auch „Events“ genannt, die nach Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten rasch verfügbar sein müssen. Nur so tragen sie zweckmäßig zur Aufklärung eines Events bei und sind im Falle eines Rechtsstreits sogar als Beweis zugelassen. Doch was ist, wenn genau dieser Beleg aufgrund von menschlichem Versagen, einer technischen Fehlfunktion oder dem Verschleiß eines Bauteils nicht dokumentiert wurde oder nicht abgerufen werden kann?

Ein solcher Ausfall darf auf keinen Fall passieren. Professionelle Videosicherheits-Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass sie weder dem User trauen, noch der Technik, die sie umgibt. Ihre Stärke ist es, dass sie einem potenziellen Ausfall, aus welchem Grund auch immer, stets einen Schritt voraus sind. Um genau zu sein, eigentlich vier:

1. Redundanz von Netzteilen, Software, Prozessoren und Speichern

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Redundanz ist das mehrfache Vorhandensein identischer Komponenten. Anwendbar ist dies auf Hardwarebauteile, wie Netzteile oder Lüfter. Die Bauteile werden prinzipiell parallel betrieben, also „gespiegelt“. Der Ausfall einer Komponente, egal ob Netzteil oder Software, wird durch eine zweite, identische Komponente abgefangen. Selbst das Betriebssystem kann gespiegelt werden. Fällt eine Festplatte des Betriebssystems aus, übernimmt eine andere die Arbeit. Für den Nutzer bleibt dieser Wechsel unbemerkt. Eine automatisch generierte Meldung weist auf das defekte Bauteil hin, damit es umgehend ausgetauscht werden kann.

Ein RAID-System ist die redundante Anordnung unabhängiger Festplatten (Redundant Array of Independent Discs). Bei dieser Technik werden Festplatten zu logischen Laufwerken organisiert, wobei mindestens eine Platte mehr benötigt wird als von der Nettospeicherkapazität belegt wird. Vor allem Bilddaten werden am einfachsten mit einem RAID-System (Siehe Bild) gesichert. Hierbei gibt es verschiedene Sicherheitsstufen. RAID 1 ist die einfache Spiegelung, bei RAID-Level 5 oder 6 laufen entsprechend mehrere Festplatten mit, die die Verfügbarkeit gewährleisten. Alle Bilddaten werden dauerhaft und lückenlos aufgezeichnet.

2. Failover: Wechsel von einem Server oder Rekorder auf den anderen

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Wenn ein Server oder Rekorder versagt (engl. to fail), übernimmt (engl. to take over) ein anderer. Failover Konzepte sichern dank intelligenter Steuerung durch die Software die Verfügbarkeit. Das System an sich wird auf Basis von sogenannten Primärrekordern aufgebaut. Den Ausfall von Primärrekordern kompensieren ein oder mehrere zusätzliche Rekorder. Das Security Information Management, bei Geutebrück heißt das G-SIM, sorgt dafür, dass der Ersatz eines defekten Geräts für den Nutzer transparent erfolgen kann. Namen, Nummern und Zugriffsorte der Kameras bleiben identisch. Man bewegt sich also weiterhin auf vertrautem und damit sicherem Terrain. Auch Aufzeichnungen werden automatisch, von G-SIM gesteuert, von der richtigen Bilddatenbank geholt, sofern der ausgefallene Rekorder wieder in Betrieb ist. Lästiges manuelles Suchen nach dem richtigen Speicherort entfällt.

3. Edge-Recording: Ausfallsicherheit der Kameras

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Das Konzept der Ausfallsicherheit schließt nicht nur die Rekorderseite mit ein, sondern auch die Seite der Kameras. Edge Recording bedeutet: Die Bilddaten werden zusätzlich in der Kamera auf einer SD-Karte gespeichert. Sollte das Netzwerk also ausfallen, sind die Bilddaten gesichert. Sobald das Netzwerk wieder zur Verfügung steht, werden diese Bilddaten über einen separaten Stream auf den Rekorder in die Bilddatenbank gespielt.

4. Ausfall proaktiv vermeiden: G-Health

Bei einigen Komponenten kündigt sich im Hintergrund bereits ein bevorstehender Ausfall an. Hier muss man schon sehr genau hinsehen und genau das kann G-Health. G-Health erlaubt das präventive Eingreifen, damit Rekorder oder Server erst gar nicht ausfallen können. Sollte es bereits zu kleinen Auffälligkeiten in Sektoren der Festplatten kommen, erhält der Administrator rechtzeitig eine Warnmeldung. So bleibt genügend Zeit, die fehlerhafte Festplatte auszutauschen, bevor sie Probleme bereitet oder sogar ganz ausfällt.

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Ausfallsicherheit: Erfahren Sie mehr zu unseren Lösungen im Video

Zuverlässigkeit und Qualität zeigen sich immer erst im Ernstfall.

 

Hochkomplexe Videosysteme mit bis zu mehreren hundert Kameras, die zur Überwachung, Prozessoptimierung oder Prozessdokumentation eingesetzt werden, müssen auf Knopfdruck das richtige Bild zur richtigen Zeit liefern. Umgehend. Eine gute Anlage zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass die gesuchten Bilder so verarbeitet werden, dass sie nicht nur umgehend, sondern dauerhaft abrufbar sind.

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