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G-SIM Global

Vernetzt autonome Sicherheitsstandorte zu einer gemeinsamen Sicherheitsorganisation

Was sind die Vorteile von G-SIM Global?

G‑SIM Global verbindet unabhängige Sicherheitsstandorte zu einem gemeinsamen Sicherheitsnetzwerk. Betreiber erhalten standortübergreifenden Zugriff auf Kameras, Videos, Alarme, Karten und Prozessdaten, ohne die Autonomie der einzelnen Standorte aufzugeben.

Es wird eingesetzt, wenn mehrere eigenständige Standorte mit jeweils eigenen G‑SIM- und G‑Core-Installationen zu einem verteilten logischen Gesamtsystem zusammengeschlossen werden sollen und bietet lokale Autonomie mit zentraler Transparenz.

G‑SIM Global ist nicht für jedes große Videosystem erforderlich. Wenn zum Beispiel bei einem Filialnetz mit lokaler Aufzeichnung lediglich die Rekorder und Kameras an einem G‑SIM in einer zentralen Leitstelle angebunden werden sollen, ist G‑SIM Global nicht sinnvoll.

Typische Szenarien:

  • Unternehmen mit vielen großen Niederlassungen oder Werken, die jeweils eine eigene Sicherheitszentrale betreiben.
  • Logistikunternehmen mit mehreren Verteilzentren.
  • Behörden mit regional verteilten Standorten oder Botschaften.
  • Kritische Infrastrukturen mit regionalen Leitstellen und einer übergeordneten Zentrale.

Die wichtigsten Vorteile

Föderierte Architektur statt Zentralisierung

Jeder Standort bleibt autonom und betreibt seine eigene Infrastruktur. Gleichzeitig entsteht für den Anwender ein gemeinsames Netzwerk. G‑SIM Global verbindet unabhängige Server zu einem logischen Gesamtsystem.

Standortübergreifender Zugriff

Operatoren können auf Ressourcen aller angebundenen Standorte zugreifen: Livebilder, Aufzeichnungen, Kameras, Karten, Alarme, Prozessdaten, Touren.
Dadurch wird eine zentrale oder gegenseitige Unterstützung von Leitstellen möglich.

Vertretungskonzepte für Leitstellen

Fällt eine Leitstelle aus oder ist personell nicht besetzt, können andere Standorte deren Aufgaben übernehmen. Die G-SIM Global-Architektur unterstützt solche Vertretungsszenarien gezielt.

Zentrales Alarm und Eventmanagement

Alarme können standortübergreifend verarbeitet werden. Dabei lässt sich definieren, welche Alarme in das globale Netzwerk übertragen werden.

Unternehmensweite Recherche

Video- und Prozessdaten können über mehrere Standorte hinweg durchsucht werden.
Für Logistik-, Retail- oder KRITIS-Anwendungen ist dies ein erheblicher Mehrwert.

Einheitliche Benutzer- und Rechteverwaltung

G‑SIM Global synchronisiert wesentliche Konfigurationsdaten zwischen den Standorten. Dazu gehören beispielsweise: Benutzer, Gruppen, Berechtigungen, Kamerakonfigurationen, Templates.
Dadurch entsteht ein konsistentes Sicherheitsmodell über alle Standorte hinweg.

Skalierung über die Grenzen eines einzelnen Servers hinaus

Wenn die Anforderungen die Leistungsfähigkeit eines einzelnen G‑SIM-Servers überschreiten, kann die Verarbeitung auf mehrere G‑SIM-Instanzen verteilt werden. Dadurch stehen den verbundenen Clients, wie Operator Consolen (OpCon) und Remote Consolen (ReCon), mehrere G‑SIM-Server für die Bearbeitung von Alarmen und Ereignissen zur Verfügung.

Robuste Synchronisation für verteilte Umgebungen

Die G-SIM Global Architektur basiert auf einer dedizierten Synchronisationsschicht. Änderungen werden zwischen den Standorten ausgetauscht und bei Netzwerkunterbrechungen zwischengespeichert, sodass die Synchronisation nach Wiederherstellung der Verbindung fortgesetzt werden kann.

Zusammenfassung

G‑SIM Global ist sinnvoll, wenn mehrere autonome Standorte mit eigener G‑SIM-/G‑Core-Infrastruktur zu einer gemeinsamen Sicherheitsorganisation verbunden werden sollen.
Voraussetzung sind eigenständige G‑SIM-Systeme je Standort, eine geeignete Netzwerk- und Kafka-Infrastruktur sowie ein abgestimmtes Benutzer- und Berechtigungskonzept.
Jedes Projekt sollte hinsichtlich Standorten, Kameramengen, Alarmvolumen und Organisationsstruktur vorab bewertet werden.