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Blockchain Technologie – Entscheidung für die Zukunft der Logistikbranche

Januar 13, 2020

Weniger Fehler, Optimierung der Lieferkette und Reduzierung der Betrugsdelikte – das sind die Versprechen der Blockchain-2.0 für Logistik und Supply Chain Management. Digitalisierte Prozesse sollen besser überwacht, vor Manipulation geschützt und Lieferzeiten über optimierte Prozesse verkürzt werden.

Weniger Fehler, Optimierung der Lieferkette und Reduzierung der Betrugsdelikte – das sind die Versprechen der Blockchain-2.0 für Logistik und Supply Chain Management. Digitalisierte Prozesse sollen besser überwacht, vor Manipulation geschützt und Lieferzeiten über optimierte Prozesse verkürzt werden.

Wie funktioniert die Blockchain-Technologie

Das dezentrale System der Blockchain-Technologie ermöglicht Akteuren ein sicheres Datenmanagement ohne Vermittler. Der Datenaustausch in Form von Zahlungen oder anderen Transaktionen wird dabei in verschlüsselter und komprimierter Form, als sogenannte Blocks, gespeichert. Tauschen zwei Parteien Informationen aus, so muss diese Transaktion erst von den Akteuren im Netzwerk verifiziert werden: Innerhalb des Systems wird an jedem Knotenpunkt, also an jedem Computer oder Server im Netzwerk, überprüft ob die Parteien entsprechende Rechte für die Aktion besitzen. Nach der Überprüfung wird die Transaktion freigegeben und in einer Liste von Datensätzen – einer Art Logbuch – gespeichert. Anstelle eines zentralen Servers erfolgt die Speicherung auf allen Speichermedien des Netzwerks, ebenso die Aktualisierung. Jede jemals getätigte Transaktion wird so im Netzwerk gespeichert. Das System ist fälschungssicher, da die Blöcke verschlüsselt sind und Kopien der Daten an alle Teilnehmer im Netzwerk verbreitet werden. Soll eine Blockchain manipuliert werden, so müssten mindestens 51 Prozent der Kopien geändert werden, was sich auf Grund des hohen Aufwandes und den damit verbundenen Kosten nicht lohnt.

Chancen für die Logistik

Die Reederei Maersk und der Computerkonzern IBM arbeiten zusammen, um Blockchain für den internationalen Handel zu nutzen. Eine digitale Plattform soll Unternehmen global dabei unterstützen, ihre Waren zu tracken und so mehr Transparenz herzustellen. Bereits im Jahr 2017 lief ein Pilotversuch der Reederei Maersk mit dem Computerkonzern IBM, bei dem die Blockchain-Technologie im Bereich Logistik eingesetzt wurde. Mit verschiedenen Applikationen wurden Container-Transporte mittels der Blockchain manipulationssicher nachverfolgt. Das Projekt war ein Erfolg und so werden zukünftig auch logistische und vertragliche Informationen durch Blockchain sicher und schnell ausgetauscht. Ziel für die kommenden Jahre ist der Aufbau eines globalen Netzwerks von Spediteuren, Reedereien, Häfen und Zollbehörden, um eine Verkürzung der Lieferzeit zu erzielen und somit Kosten zu reduzieren.

 


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