Die Videodatenbank
Die G-Core Videodatenbank basiert auf einem hochperformanten Ringspeichersystem (Ring Buffer), das auf Festplatten eingerichtet wird.
- Archivebenen: Jeder Ringspeicher kann in bis zu drei Archivebenen unterteilt werden. Während die Ebene 1 typischerweise für die permanente Aufzeichnung (24/7) genutzt wird, dienen die Ebenen 2 bis 3 der längerfristigen Speicherung von Videos mit Verknüpfungen zu Ereignissen oder Alarmen.
- Dynamische Datenbankverwaltung: Ein Kernvorteil ist die proportionale Kapazitätsverteilung. Anstatt feste Sektoren zuzuweisen, verteilt das System den verfügbaren Platz automatisch so, dass die konfigurierten Aufbewahrungszeiten (z. B. 15 Tage) erreicht werden. Bei Überkapazität wird die Speichertiefe aller Ebenen automatisch verlängert und bei Unterkapazität wird sie proportional gekürzt, ohne den Betrieb zu unterbrechen.
- Zur Einhaltung von Datenschutzrichtlinien können Daten nach Ablauf der Frist "automatisch ausgeblendet" (für Bediener unsichtbar) oder "automatisch gelöscht" (physisch entfernt) werden.
Die Metadaten-Datenbank
Parallel zu den Videodaten in den Ringspeichern nutzt G-Core eine Microsoft SQL-Datenbank zur Verwaltung von Metadaten und Systemprotokollen.
- AuditTrail: Diese Datenbank protokolliert lückenlos alle Benutzeraktionen, einschließlich Logins, Einstellungsänderungen und Bildexporte, was eine revisionssichere Dokumentation gewährleistet.
- Beschleunigte Suche (VCA Daten): Durch die Speicherung von Bewegungsdaten als SQL-Metadaten wird die Bewegungssuche (Motion Search/MOS) beschleunigt. Anstatt Videodateien bitweise zu scannen, fragt das System die SQL-Tabellen ab, was die Suchzeit auf einen Bruchteil reduziert.
- Unabhängige Lebenszyklen: Metadaten können unabhängig von der physikalischen Größe der Videodatenbank über definierte Zeiträume (Standard 30 Tage) vorgehalten werden.
Das GBF-Format: Offizielle Manipulationssicherheit
Exporte erfolgen im proprietären GBF-Format (Geutebrück Backup File), das speziell darauf ausgelegt ist, manipulationssicher zu sein.
- Integrität und Authentifizierung: Das System verwendet Wasserzeichen, um die unveränderte Verwendung des Videomaterials zu garantieren. Ein dediziertes Authentifizierungstool in G-View erlaubt die Validierung exportierter Dateien für rechtliche Zwecke.
- Portabilität: Exporte können einen eigenständigen Media Player enthalten, sodass die Aufnahmen auf jedem Windows-PC ohne externe Codecs in Originalqualität abgespielt werden können.
- Es können mehrere oder alle Kameras exportiert werden, so dass später eine synchronisierte parallele Wiedergabe mehrerer Kameras die aufgezeichneten Abläufe originalgetreu wiedergeben und abbilden kann.
- Prozess- und Event-Daten sind im Export enthalten und können somit ebenfalls ausgewertet werden.
- Aus dem GBF-Export kann im Nachhinein immer noch ein MP4 Export erstellt werden.
Sicherheitsfeatures:
- Verschlüsselung: GBF-Dateien unterstützen eine echte Dateiverschlüsselung mit Schlüsseln von bis zu 128 Zeichen. Ohne diesen Schlüssel ist der Inhalt absolut unzugänglich.
- Nicht-entfernbare Privatzonen: Privatzonen können fest in das exportierte Bild "eingebrannt" werden.
- Gesperrter Export: Diese Option verhindert, dass eine exportierte GBF-Datei während der Sichtung erneut als neue Datei gespeichert wird, um die Originalität des Beweismittels zu bewahren.
Vorteile des Gesamtkonzepts
- Skalierbarkeit: Die Datenbank kann jederzeit durch Hinzufügen von Festplatten erweitert werden, ohne dass bestehende Aufnahmen verloren gehen.
- Effizienz: Die Trennung von Video (Ringspeicher) und Metadaten (SQL) ermöglicht schnelle Suchvorgänge und eine transparente Protokollierung der Systemnutzung.
- Revisionssicherheit und Dokumentation: Der AuditTrail nutzt die SQL-Datenbank, um jede Benutzeraktion (wie Logins oder Exporte) lückenlos zu protokollieren. Da diese Daten unabhängig von den Video-Ringspeichern gespeichert werden, bleiben die Nachweise über den Zugriff auf Videomaterial auch dann erhalten, wenn das entsprechende Video bereits überschrieben wurde.
- Zeitliche Verknüpfung externer Daten: Metadaten aus externen Systemen (z. B. Barcodescanner) können über eine dynamische Vorgeschichte präzise mit dem Videomaterial verknüpft werden. Dies stellt sicher, dass das Kamerabild das Ereignis (z. B. den Scanvorgang) zeigt, auch wenn die Daten aufgrund von Netzwerkverzögerungen verspätet in G-Core eintreffen.