Failover
Die Failover-Funktionalitäten in G-SIM und G-Core sind auf verschiedenen Ebenen implementiert, um eine maximale Verfügbarkeit des Gesamtsystems (Redundanz) zu gewährleisten.
Es wird dabei zwischen folgenden Ebenen unterschieden:
- Management-Ebene (G-SIM Server-Failover)
- Recording-Ebene (G-Core Network Video Recorder (NVR)-Failover)
- Kanal-Ebene (Kamera-Failover)
Alle Failover Szenarien setzen immer die Nutzung von G-SIM voraus.
Hier finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Ebenen und die Abläufe im Failover-Fall.
G-SIM Server-Failover (Management-Ebene)
Diese Ebene stellt sicher, dass das Management-System (G-SIM) auch bei einem Hardware-Defekt des Hauptservers betriebsbereit bleibt.
Funktionsweise:
G-SIM wird in einer Cluster-Umgebung mit einem Primärserver und einem Sekundärserver (Failover-Server) betrieben.
Synchronisation:
Die Daten zwischen beiden Servern werden in Echtzeit synchronisiert, sodass die Datenstände auf beiden Rechnern identisch sind.
Die Bedienkonsolen (OpCon/ReCon) sind mit beiden Servern verbunden, um eine nahtlose Funktion bei einem Failover zu gewährleisten. Sobald der Primärserver wieder verfügbar ist, stellt das System die Verbindung zu ihm selbstständig wieder her.
Failover Server können nur 30 Tage durchgehend innerhalb eines Ausfalls betrieben werden. Nach diesen 30 Tagen stoppt der Failover Server.
NVR-Failover (Rekorder-Ebene)
Das NVR-Failover sichert die Videoaufzeichnung ab, falls ein physischer Rekorder (NVR) komplett ausfällt.
Komponenten:
Es werden NVR-Failover-Pools gebildet. Diese bestehen aus primären Rekordern und Ersatzgeräten, die als „Global Spare“ (globale Reserve) markiert sind.
Der Einsatz von “Agents” ist hier zwingend erforderlich, da diese den Zustand der Geräte überwachen und den Failover-Prozess steuern. Der Agent sichert dabei die Setups aller primären NVR für den Failover Fall.
Was im Failover-Fall passiert:
- Wenn ein Rekorder ausfällt, wird ein Alarm ausgelöst.
- Das System prüft, ob im Pool ein Ersatzgerät (Global Spare) verfügbar ist.
- Ist dies der Fall, wird das Setup des ausgefallenen Geräts automatisch auf das Ersatzgerät geladen und die Aufzeichnung dort fortgesetzt.
- In der Operatorkonsole kann der Status (Verbunden, Verfügbar, Failover-Betrieb) über einen speziellen Dialog eingesehen werden.
Kamera-Failover (Kanal-Ebene)
Dies ist die detaillierteste Ebene, bei der der Ausfall einzelner Kamerasignale kompensiert wird.
Voraussetzung ist, dass einer Kamera eine Failover Kamera zugewiesen wurde.
Was im Failover-Fall passiert:
- Wird ein Verlust des Kamerasignals erkannt, informiert der Agent den Server.
- Der aufgeschaltete Viewer wechselt automatisch zur Failover Kamera.
Zusammenfassende Übersicht der Prozesse
| Ebene | Auslöser | Aktion im System |
|---|---|---|
| Server | Primärserver nicht erreichbar | Bedienkonsolen schalten auf Sekundärserver um |
| NVR | Rekorder-Hardwarefehler | Setup des defekten NVR wird auf einen verfügbaren „Global Spare“ Rekorder übertragen |
| Kamera | Signalverlust (Sync-Loss) | System schaltet automatisch auf den zugeordneten Failover-Kanal um |